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CBG, CBN und CBC: Die weniger bekannten Cannabinoide erklärt

CBG, CBN und CBC: Die weniger bekannten Cannabinoide erklärt

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CBG, CBN und CBC: Die weniger bekannten Cannabinoide erklärt

Wer sich mit Cannabis oder Hanf beschäftigt, stößt in der Regel zuerst auf CBD und THC. Das ist logisch: Diese beiden Cannabinoide sind mit Abstand die bekanntesten. Die Pflanze enthält jedoch viele weitere natürliche Verbindungen, darunter CBG, CBN und CBC. Diese Cannabinoide rücken zunehmend in den Fokus der Produktbeschreibung – sowohl auf Etiketten als auch in Ölen und in Diskussionen über das Cannabinoidprofil eines Produkts.

Was genau sind CBG, CBN und CBC? Wie unterscheiden sie sich von CBD und THC? Und sagt ein hoher Anteil eines einzelnen Cannabinoids tatsächlich genug aus? In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Grundlagen. Ohne große Versprechungen zu machen, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie die Produktinformationen besser verstehen.

Cannabinoide: Substanzen mit eigener Funktion in der Pflanze

Cannabinoide: Substanzen mit einer einzigartigen Rolle in der Pflanze – CBG, CBN und CBC: die weniger bekannten Cannabinoide erklärt

Cannabinoide sind Substanzen, die natürlich in der Cannabispflanze vorkommen. Ihre Zusammensetzung variiert je nach Pflanze, Anbaumethode, Erntezeitpunkt und Verarbeitung. Einige Cannabinoide sind in frischen Pflanzen vorwiegend als Vorstufen vorhanden, während andere durch Hitze, Licht, Sauerstoff oder Zeit entstehen.

CBD, CBG, CBN und CBC werden oft als Phytocannabinoide bezeichnet: Cannabinoide, die aus Pflanzen gewonnen werden. THC gehört ebenfalls zu dieser Gruppe, ist aber für seine berauschende Wirkung bekannt. CBG und CBC gelten im Allgemeinen nicht als berauschend. CBN wird mitunter als leicht psychoaktiv beschrieben, was jedoch nicht bedeutet, dass jedes CBN-Produkt die gleiche Wirkung hat. Die Zusammensetzung, die Dosierung, eventuelle Rückstände und die individuelle Empfindlichkeit spielen dabei eine Rolle.

Darüber hinaus verfügt der Körper über das Endocannabinoid-System. Dieses Netzwerk besteht aus körpereigenen Signalmolekülen, Enzymen und Rezeptoren. Pflanzliche Cannabinoide werden aufgrund ihrer potenziellen Wechselwirkungen mit diesem System häufig untersucht. Die Forschung zu CBG, CBN und CBC ist noch im Gange. Daher ist es ratsam, zwischen Laborforschung, ersten Hinweisen und gesicherten Schlussfolgerungen hinsichtlich der Anwendung beim Menschen zu unterscheiden.

Möchten Sie zunächst besser verstehen, wie CBD in diesen Zusammenhang passt? Dann lesen Sie auch die Erklärung zu den verschiedenen Arten von CBD-Öl und den Unterschieden zwischen ihnen.

CBG: der Baustein anderer Cannabinoide

CBG steht für Cannabigerol. Es wird oft als „Muttercannabinoid“ bezeichnet, obwohl das etwas dramatischer klingt, als es sein muss. Dieser Spitzname bezieht sich auf CBGA, die saure Vorstufe von CBG. In der jungen Cannabispflanze kann CBGA unter dem Einfluss von Enzymen unter anderem zu Vorstufen von THCA, CBDA und CBCA umgewandelt werden.

Durch Erhitzen wandelt sich CBGA in CBG um. Da ein Großteil des verfügbaren CBGA während des Wachstums in andere Cannabinoide umgewandelt wird, ist in vielen ausgewachsenen Pflanzen relativ wenig CBG vorhanden. Züchter, die gezielt CBG anbauen, ernten daher manchmal früher oder verwenden Sorten, die mehr CBG enthalten.

CBG ist daher nicht einfach „stärkeres CBD“ und auch keine Variante von THC. Es handelt sich um ein eigenständiges Cannabinoid mit einer anderen chemischen Struktur. Auf Produktetiketten findet man CBG beispielsweise in Breitspektrum- oder Vollspektrum-Extrakten, aber auch in speziell für CBG entwickelten Formeln.

Achten Sie auf die Fachbegriffe. Ein Produkt mit CBG kann ein Isolat enthalten, aber auch einen Pflanzenextrakt mit mehreren Cannabinoiden und Terpenen. Das sind zwei unterschiedliche Ausgangsstoffe. Wer die Zusammensetzung möglichst genau wissen möchte, sollte nicht nur auf die Bezeichnung „CBG“ auf der Vorderseite achten, sondern auch die vollständige Zutatenliste lesen.

CBN und CBC: Ursprung, Merkmale und Unterschiede

CBN und CBC: Ursprung, Eigenschaften und Unterschiede – CBG, CBN und CBC: Die weniger bekannten Cannabinoide erklärt

CBN steht für Cannabinol. Dieses Cannabinoid ist aufgrund seiner Entstehungsweise besonders interessant. CBN entsteht beim Abbau von THC durch Einwirkung von Sauerstoff, Licht und Zeit. Älteres oder weniger sorgfältig gelagertes Cannabis kann daher ein anderes Cannabinoidprofil aufweisen als frisches Material.

Das bedeutet nicht, dass CBN nur in gereiftem Cannabis vorkommt. Hersteller können CBN auch gezielt isolieren oder in eine Rezeptur einarbeiten. Die Herkunft ist jedoch wichtig: CBN ist chemisch mit THC verwandt, aber nicht identisch. Darüber hinaus kann ein CBN-Produkt andere Cannabinoide, möglicherweise auch THC, enthalten. Prüfen Sie daher immer die Produktspezifikationen, wenn Sie bestimmte Substanzen vermeiden möchten.

CBC steht für Cannabichromen. Genau wie CBG wird CBC aus einer sauren Vorstufe, CBCA, gebildet. Unter Hitzeeinwirkung wandelt sich CBCA in CBC um. CBC ist weniger bekannt als CBD, kommt aber natürlich in Cannabis vor. Der Gehalt kann je nach Sorte und Erntezeitpunkt stark variieren.

CBC gilt im Allgemeinen nicht als berauschend. „Nicht berauschend“ bedeutet jedoch nicht, dass die Wirkung für jeden spürbar oder immer geeignet ist. Die Wirkung von Cannabinoiden ist individuell und hängt von Faktoren wie Dosierung, Darreichungsform und der restlichen Zusammensetzung ab. Erwarten Sie daher keine vorhersehbare Wirkung allein aufgrund einer einzigen Abkürzung.

Wie liest man ein Produkt von CBG, CBN oder CBC?

Ein Etikett kann recht technisch wirken. Mit ein paar einfachen Fragen erhalten Sie jedoch schnell einen besseren Überblick über das Produkt. Prüfen Sie zunächst, welche Art von Extrakt verwendet wird. Bei einem Isolat liegt der Fokus auf einem einzelnen Cannabinoid. Ein Breitspektrum-Extrakt enthält in der Regel mehrere Cannabinoide, wird aber oft ohne THC angeboten. Ein Vollspektrum-Extrakt enthält ein breiteres Spektrum an Pflanzeninhaltsstoffen, wobei die genaue Zusammensetzung je nach Produkt variieren kann.

Achten Sie als Nächstes auf die Menge pro Portion, nicht nur auf die Gesamtmenge in der Packung. „1000 mg“ sagt wenig aus, wenn Sie nicht wissen, wie viele Milliliter oder Dosen das Produkt enthält. Bei Ölen ist auch das Trägeröl relevant, beispielsweise Hanfsamenöl oder MCT-Öl. Bei Kapseln, Gummibärchen und anderen essbaren Produkten spielen außerdem die Inhaltsstoffe, die Portionsgröße und der Einnahmezeitpunkt eine Rolle.

Eine Laboranalyse, oft auch Analysezertifikat (COA) genannt, liefert zusätzliche Informationen zum Cannabinoidprofil. Daraus lässt sich beispielsweise ablesen, welche Cannabinoide gemessen wurden und ob die angegebene Menge mit der Angabe auf dem Etikett übereinstimmt. Analysen und Produktinformationen garantieren zwar keine bestimmte Wirkung, erleichtern aber den Vergleich von Produkten.

Auch Terpene werden häufig erwähnt. Dabei handelt es sich um aromatische Pflanzenstoffe. Es gibt die weit verbreitete Theorie, dass Cannabinoide und Terpene sich gegenseitig beeinflussen können, der sogenannte Entourage-Effekt. Diese Idee ist zwar interessant, rechtfertigt aber keine gewagten Behauptungen. Die Zusammensetzung eines Extrakts ist komplex, und die wissenschaftliche Forschung zu Kombinationen befindet sich noch im Aufbau.

Vergleichen und verantwortungsvoll nutzen

Probieren Sie zum ersten Mal ein Cannabinoid-Produkt aus? Dann halten Sie es einfach. Wählen Sie nicht gleich mehrere neue Produkte auf einmal, um besser beobachten zu können, wie Ihr Körper reagiert. Lesen Sie die Anweisungen des Herstellers, überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis und lassen Sie sich Zeit, bevor Sie eine weitere Dosis einnehmen. Besonders bei essbaren Produkten kann es länger dauern, bis Sie eine Wirkung bemerken.

Wenn Sie Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen, besprechen Sie Cannabinoid-Produkte bitte vorab mit einem Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch bei Fragen zu möglichen Wechselwirkungen. Cannabinoide ersetzen keine ärztliche Behandlung oder verschriebene Medikamente.

Die Gesetzgebung zu Cannabinoiden kann je nach Substanz, Produktform und Land variieren. THC-haltige Produkte erfordern in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit. Wer sich umfassender informieren möchte, kann sich über die Gesetzgebung zu THC in den Niederlanden informieren . Gleiches gilt für CBG, CBN und CBC: Prüfen Sie stets die aktuellen Produktinformationen und die für Ihre Situation geltenden Bestimmungen.

Lagern Sie Cannabinoidprodukte kühl, dunkel und dicht verschlossen. Dies gilt insbesondere für Öle und Extrakte, da Licht, Wärme und Sauerstoff deren Zusammensetzung mit der Zeit verändern können. Eine gute Lagerungsmethode mag nicht spannend sein, ist aber ratsam.

Häufig gestellte Fragen zu CBG, CBN und CBC

Sind CBG, CBN und CBC dasselbe wie CBD?

Nein. Es handelt sich zwar um Cannabinoide aus Cannabis oder Hanf, aber sie besitzen jeweils eine eigene chemische Struktur und werden in der Pflanze unterschiedlich gebildet. CBD ist allgemein bekannter und kommt häufig in höheren Konzentrationen vor, während CBG, CBN und CBC in vielen Produkten weniger verbreitet sind.

Wirkt CBG, CBN oder CBC bei dir berauschend?

CBG und CBC gelten im Allgemeinen nicht als berauschend. CBN wird mitunter als leicht psychoaktiv beschrieben, die Wirkung kann jedoch je nach Produkt und Person variieren. Prüfen Sie daher immer, ob ein Produkt auch THC oder andere Cannabinoide enthält, insbesondere wenn Sie berauschende Effekte vermeiden möchten.

Warum wird CBG als Muttercannabinoid bezeichnet?

Diese Bezeichnung bezieht sich auf CBGA, die saure Vorstufe von CBG. In der Pflanze kann CBGA in Vorstufen anderer bekannter Cannabinoide wie CBD, THC und CBC umgewandelt werden. Daher spielt CBG eine zentrale Rolle in der natürlichen Entwicklung des Cannabinoidprofils.

Stammt CBN immer aus altem THC?

CBN kann beim Abbau von THC durch Zeit, Sauerstoff und Licht entstehen, lässt sich aber auch gezielt herstellen und verarbeiten. Daher wird ein CBN-Produkt nicht automatisch aus gereiftem Cannabis hergestellt. Die Zutatenliste und die Analyse liefern weitere Informationen zur endgültigen Zusammensetzung.

Ist ein Vollspektrumprodukt immer besser?

Nicht unbedingt. Ein Vollspektrum-Extrakt enthält ein breiteres Spektrum an Pflanzeninhaltsstoffen, während ein Isolat gezielter wirkt, da es sich auf ein einzelnes Cannabinoid konzentriert. Welches Produkt für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben hinsichtlich der Zusammensetzung und den Inhaltsstoffen ab, die Sie in einem Produkt wünschen oder nicht wünschen.